Schneider Hugo
Hier nachträglich einige Fixpunkte aus dem hochinteressanten Leben von unserem lieben Mulifreund:

Am 21. September 1925 kam Hugo im Hotel Tambo in Splügen Kt. Graubünden zur Welt. Mit seiner Mutter und dem Pflegvater, Kunstmaler Paul Schürch, wohnte er in Mesocco und Pian San Giacomo, dann 10 Jahre in San Bernardino, von da aus mit dem Postschlitten über den San Bernardino-Pass nach Hinterrhein und Splügen zur Schule! Hier hatte er guten Kontakt zum Postillon und Fuhrmann Georg Meuli mit den braunen Pferden, Herbst und Frühling genannt! Er lernte hier nicht nur den natürlichen Umgang mit Pferden, sondern hier entwickelte sich auch definitiv sein grosses Verständnis für die Natur.

Seine Freizeit und die Ferien verbrachte er mit Pferden, Maultieren (?) und Ziegen. Weitere Stationen in Hugos bewegter Jugend waren Beckenried, Sachseln (sein Schulfreund Toni Schäli stirbt bei einem schweren Skiunfall!), diverse Alpsommer, Unspunnen in Matten bei Interlaken, Niederried, früher Tod seines Pflegevaters, zu Fuss in die Unterweisung nach Niederried und Konfirmation.


Nach der Schulzeit im Winter als Knecht bei Bauern für das Grossvieh zuständig, im Sommer Bergheuen am Augstmatthorn! Dann im Winter mit dem Wildhüter unterwegs, im Sommer für 4 Familien auf der Alp Breitenboden. Dann: Auf den 30 und 40 km langen Märschen lernte er in der in der RS die Maultiere kennen. Mit nicht ganz 19 Jahren schliesst er die RS in der Festung St. Luziensteig ab.


1950 das Berführer-Brevet. An der Schweizerischn Bergsteigerschule Rosenlaui als Bergführer tätig. Über 20 Jahre Arbeit für Jugend und Sport beim Kanton Zürich! Im Winter als Pisten- und Rettungschef auf Lungern- Schönbühl und Schwefelberg.

Mit eigener Firma (zeitweise bis 4 Mitarbeiter) Felsräumungen für die Armee, BLS und SBB. 50 Jahre, weit übers Pensionsalter hinaus!

Lieber Hugo, von deiner Familie mit euren vier Kindern, von deiner Arbeit auf deinem schönen Bauernhof in Burgistein und auf deiner Alp über Brienzwyler hast du mir in deinen Notizen nichts geschrieben (Dein feiner Alpkäse gelangte bis in die CH-Botschaften nach Damaskus und Lissabon!) Weisst du noch, wie wir in Hofstetten in der Reitschule mit der IGM einen Bastkurs mit anschliessender Saumtier-Wanderung auf deine Alp organisierten?


Halt, fast hätte ich dein Engagement im Vorstand der IGM vergessen: Von 2001 bis 2006, und deine Frau Margrit von 2003 bis 2006 mit Herzblut und erfolgreich den Muliladen gemanagt!
Auf dem Ballenberg erfreut seit paar Jahren dein Muli "Georgo" die Besucher!

Lieber Hugo, wir wünschen dir weiterhin gute Gesundheit und weiter sehr viele Lesestunden im Sommer auf deiner Alp… Margrit wird dir wohl genügend Bücher hinaufbringen?

Deine Bergführer Tagebücher von 1959 bis 1981 mit Fotos, sind HIER zu bestaunen!

Texte rechts
Möchten auch Sie als IGM-Mitglied etwas über ihren Alltag und die Arbeit mit ihrem Maultier schreiben?
Wir würden uns auf Ihren Bericht mit Fotos freuen. Sie können frei schreiben oder sich an den unten aufgeführten Fragen orientieren.Ihren Bericht senden Sie bitte an sekretariat AT ig-maultier DOT ch.
Zwischentexte
Was sind das eigentlich für Menschen,
die sich eines Tages mehr oder weniger zufällig entschlossen haben, ihr Leben mit einem Maultier zu teilen?