Förderbeitrag zur Maultierzucht

Der Förderbeitrag zur Maultierzucht ist per Ende 2018 ausgelaufen. Es ist nicht mehr möglich einen Förderbeitrag zu beantragen.

 

Die Maultierzucht in der Schweiz

Von Hanspeter Meier / Bulletin 2014-3

Im Bulletin 2014-2 wiesen wir bereits darauf hin, dass gemäss Mitteilung an die IGM die Armee das Maultier weiterhin als das beste Tragtier erachtet und jedes Jahr Mulis erwerben möchte.
In dieser Sache erfolgten inzwischen bereits grosse konkrete Forstschritte, indem am 14. April dieses Jahres vom Bundesrat die revidierte Verordnung über die Armeetiere in Kraft gesetzt wurde.
Diese Verordnung regelt Kauf, Miete und Verkauf sowie die Verwendung von Armeetieren durch das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Neben den Pferden gelten auch Maultiere und Hunde als Armeetiere, wobei erstere aus einheimischer Zucht stammen müssen.
Reitpferde müssen aus der Schweizer Warmblutpferdezucht, Trainpferde und Maultiere aus der inländischen Zucht der Freibergerrasse stammen.

Rasch reagiert hat auch der Schweizer Freibergerverband (SFV), dessen Vorstand am 20. Mai die Weisung erliess, dass im August/September die Körung von 4-5 Eselhengsten in Avenches erfolgen soll. Der SFV weist darauf hin, dass gesunde und kräftige Maultiere und somit auch solche Eselhengste gewünscht sind. Für die Anmeldung werden Pass, Impfzeugnis, Abstammungsnachweis und UELN Nummer verlangt. Die Paarung muss anschliessend mit Zuchtbuch-Stuten von guter Qualität gemacht werden (www.fm-ch.ch).

 

Einige Gedanken zur Maultierzucht im allgemeinen

GENETIC ROULETTE von Miller Robert M., D.V.M. 

Western Horseman, November 1995, Untertitel: "Raising mules takes breeding skill, a horseman's eye, and dumb luck."
Robert M. Miller, bekannt durch sein Buch "Imprint Training of the Newborn Foal", beschreibt in diesem Artikel, auf was es ankommt beim Züchten von Maultieren. Kurz zusammengefasst: Das Maultier soll vom Pferd die körperlichen Eigenschaften erhalten, vom Esel die Psychischen. Was es aber auch zusätzlich zu den geeigneten Elterntieren braucht, um das gewünschte Maultier zu erhalten, ist eine Portion Glück.

Quelle: www.maultier.info